Die Welt hat einem frustrierten Lehrer mit übrig gebliebenem Brotteig die Erfindung der weichen Brezel zu verdanken. Um 610 n. Chr. beschloss ein italienischer Mönch beim Brotbacken, einen Leckerbissen zu kreieren, um seine abgelenkten Katechismus-Schüler zu motivieren. Er rollte Teigstränge aus, verdrehte sie, um auf der Brust gekreuzten Händen im Gebet zu ähneln, und backte sie. Der Mönch taufte seine Snacks „pretiola„, lateinisch für „kleine Belohnung“. Eltern, die die Leckereien ihrer Kinder im Klassenzimmer probierten, bezeichneten sie als „brachiola“ oder „kleine Arme“.
Von dort aus verbreiteten sich die Backwaren nach Deutschland, wo sie mit Mehl, Malz, Salz, Backhefe, Wasser und Fett hergestellt wurden, was sie weich und zäh machte. Viele dieser Deutschen wanderten in das Susquehanna Valley in Pennsylvania aus, wo sie als Pennsylvania Dutch bekannt wurden und ihre Brezeln mitbrachten.
Während die Ursprünge der Brezel umstritten sein mögen, ist unsere Liebe zu ihnen sicherlich nicht umstritten. Diese knusprigen Snack-Leckereien sind auf der ganzen Welt beliebt. Hier sind 10 verdrehte Fakten über Ihre Lieblingsbrezeln.
1. Pennsylvania dominiert den Brezelmarkt
Apropos Pennsylvania: Es gibt etwa 45 Brezelunternehmen in diesem Bundesstaat, darunter Snyders of Hanover. Das bedeutet, dass etwa 80 Prozent der in den USA verkauften Brezeln in Pennsylvania hergestellt werden.
2. Kohlenhydratbombe: Die Nährwerte der Brezel
Traditionell aus Weizenmehl hergestellt, enthält eine durchschnittliche weiche Brezel zwischen 300 und 500 Kalorien. Sie sind reich an Kohlenhydraten, arm an Eiweiß, enthalten aber einige B-Vitamine.
3. Mega-Brezel: Ein Weltrekord
Der aktuelle Guinness-Weltrekordhalter für die größte Brezel ist Pilsener, Industrias La Constancia (Pilsner aus El Salvador). Im Oktober 2015 backten Mitarbeiter eine riesige Brezel, die 8,93 Meter lang und 4 Meter breit war. Sie wog unglaubliche 783,81 Kilogramm.
4. Der Brezel-Knoten: Hochzeitstraditionen
Brezeln wurden im 16. Jahrhundert in Schweizer Hochzeitszeremonien integriert. Braut und Bräutigam brachen gemeinsam eine Brezel, wünschten sich etwas und aßen jeweils die Hälfte, um ihre Vereinigung zu symbolisieren.
5. Vollautomatisierung: Die industrielle Brezelproduktion
Brezeln wurden bis 1935 vollständig von Hand hergestellt, als die erste automatische Brezelmaschine entwickelt wurde. Dadurch konnten Fabrikbäcker etwa 250 Brezeln pro Minute in Massenproduktion herstellen.
6. Laugenbad: Das Geheimnis des Brezel-Glanzes
Brezeln erhalten ihren Geschmack und ihren typischen Glanz durch das 30- bis 60-sekündige Eintauchen des Teigs in Natriumhydroxid (Lauge), bevor sie gebacken werden. Es ist eine Technik, die der Zubereitung von Bagels ähnelt.
7. Brezel-Weltmeister: Wer isst am meisten?
Wer isst also die meisten Brezeln in den USA? Diese Ehre gebührt Philadelphia. Während Amerikaner im Durchschnitt etwa 0,9 Kilogramm Brezeln pro Jahr essen, essen die Einwohner von Philadelphia etwa 5,4 Kilogramm pro Jahr!
8. Die perfekte Kombination: Bier und Brezel
Bier und Brezeln könnten die perfekte Snack-Kombination sein. Einige sagen, das liegt daran, dass die salzigen Brezeln dazu anregen, mehr Bier zu trinken, aber das Salz kann auch dazu beitragen, den Geschmack und die Hopfenbittere einiger Biere zu verstärken und einen geschmacklichen Kontrast für weniger hopfenbetonte Sorten zu bieten.
9. Von weich zu knusprig: Die Evolution der Brezel
Julius Sturgis, dem Besitzer einer der ersten kommerziellen Brezelbäckereien in Pennsylvania, wird die Erfindung der knusprigen Brezel zugeschrieben. Seine ursprünglichen Brezeln waren weich, aber sie wurden zu schnell altbacken. Also veränderte Sturgis sein Rezept, reduzierte die Wassermenge und erhöhte die Backzeit, wodurch die knusprige, crackerartige Brezel entstand, die auch heute noch beliebt ist.
10. Ohne Salz, bitte: „Nackte“ Brezeln
Bevorzugen Sie Ihre Brezeln ohne Salz? Dann sind Sie ein Fan von „Nackten“.


Spannend! Mich würde interessieren, ob es regionale Unterschiede in der Brezelherstellung in Deutschland gibt.
Danke für den interessanten Artikel! Ich liebe Brezeln und habe einiges Neues gelernt.