Wenn Siein den letzten Jahren ein Auto gekauft haben, haben Sie möglicherweise bemerkt, dass der Hersteller die Stop-Start-Technologie (oder Start-Stop-/Leerlaufabschaltung) bewirbt, um die Kraftstoffökonomie zu verbessern. Diese Systeme werden zunehmend häufiger, und das Grundprinzip ist relativ einfach: Wenn Sie an einer roten Ampel anhalten oder in einer Fahrgemeinschaft warten, benötigen Sie den Motor Ihres Fahrzeugs nicht; und wenn der Motor nicht läuft, verschwendet er keinen Kraftstoff.
Aber wie funktioniert die Technologie? Wir werfen einen genaueren Blick auf die Vorteile und Nachteile.
Bremsen zur Kraftstoffeffizienz
Die Stop-Start-Systeme der Automobilhersteller funktionieren im Prinzip ähnlich, obwohl es subtile Unterschiede in der Benutzererfahrung zwischen den verschiedenen Marken geben kann. Wenn Sie die Bremsen betätigen und das Fahrzeug vollständig zum Stillstand kommt, schaltet sich der Motor ab, was Kraftstoff spart, während Sie dort sitzen. Sobald Sie den Fuß vom Bremspedal nehmen, startet der Motor sofort und nahtlos neu.
Volkswagen of America integrierte die Stop-Start-Technologie erstmals 2017 in den neuen Atlas SUV und den überarbeiteten Tiguan. Doug Skorupski, ein Manager für Antriebsstrategie bei VW, erklärt das Feature.
„Wenn Sie tatsächlich das Bremspedal loslassen, ist das System in der Lage, den Druckverlust des Bremspedals zu erkennen und sich bereits vor dem Betätigen des Gaspedals darauf vorzubereiten, den Motor zu starten“, sagt er. „Ein Hauptaspekt dieses Systems besteht darin, sicherzustellen, dass es keine Verzögerung gibt. Wenn Sie den Fuß auf das Gaspedal legen, möchten wir, dass der Motor sofort läuft, damit Ihre Erfahrung ohne Zögern ist.“
Stop-Start kann mit sowohl Automatik- als auch Handschaltgetrieben funktionieren, obwohl es derzeit nur bei VW’s Automatik- und Doppell‑Kupplungs‑Automatikgetrieben verfügbar ist. Das liegt daran, dass VW sein System an die amerikanischen Fahrgewohnheiten und -präferenzen angepasst hat.
Autoweek berichtet, dass bei Fahrzeugen, die Stop-Start mit einem Handschaltgetriebe kombinieren, das Fahrzeug einfacher erkennen kann, wann es weiterfahren soll. Der Motor schaltet ab, wenn Sie in den Leerlauf schalten und den Kupplungspedal betätigen, und startet wieder, wenn Sie die Kupplung wieder drücken. Sobald Sie den Gang einlegen, ist das Fahrzeug bereit zum Fahren.
Vorteile und Nachteile
Während die Stop-Start-Technologie zu höherer Abnutzung bestimmter Bauteile führen kann, werden diese für die erhöhte Belastung aufgerüstet. Diese Motoren sind so ausgelegt, dass sie geschmiert bleiben (um Metall‑auf‑Metall‑Kontakt zu verhindern, der zu vorzeitigem Verschleiß und Schäden führt), und werden mit einem verbesserten Anlasser, einer 12‑Volt‑Batterie und einem Generator kombiniert.
Nicht alle Fahrer schätzen die Technologie und empfinden sie als störend und nervig, besonders im Stop‑und‑Go‑Verkehr; daher ist ein komfortables und benutzerfreundliches Funktionieren entscheidend. In manchen Fahrzeugen wird sie nicht aktiviert, wenn die Bedingungen nicht optimal sind. Skorupski erklärt, dass der Motor bei noch kaltem Aggregat oder wenn die Klimaanlage auf hoher Stufe läuft, das VW‑System nicht einschaltet, da dies den Innenraum unangenehm erwärmen könnte. Manchmal deaktiviert das System auch bei extremen Außentemperaturen, und die meisten Fahrzeuge erlauben es dem Fahrer, die Funktion manuell zu überschreiben. Tatsächlich geht die US‑Umweltschutzbehörde davon aus, dass etwa die Hälfte der Fahrer mit dieser Technologie sie deaktivieren.
Skorupski betont jedoch, dass die Kraftstoffeinsparungen den Aufwand rechtfertigen. „Menschen in stärker frequentierten, städtischen Umgebungen erzielen höhere Einsparungen als jene in ländlichen Gebieten“, sagt er. „Das hängt von der Anzahl der Stopps und der Dauer der停留‑Zeit an Ampeln ab.“
Das entspricht etwa 10 bis 15 Prozent in städtischen Gebieten, wie er sagt. Diese Zahlen spiegeln ebenfalls die Reduktion der Abgasemissionen wider, sodass solche Fahrzeuge bis zu 10 bis 15 Prozent weniger Schadstoffe produzieren können.
Wenn Sie viel Stadtverkehr bewältigen, sind Sie ein idealer Kandidat für Stop-Start-Technologie beim nächsten Neuwagen oder bei einem jüngeren Gebrauchtwagen. Volkswagen ist im Bereich neu, aber in den letzten Jahren waren solche Systeme bei Fahrzeugen von BMW, Ford, Volvo, Kia und Honda sowie anderen Marken zu finden. Skorupski erklärt, dass Stop-Start-Technologie vor allem in den USA verbreitet ist, bedingt durch die Regierungsvorschriften zu den durchschnittlichen Kraftstoffverbrauchsstandards (Corporate Average Fuel Economy, CAFE). Das bedeutet, dass neue Fahrzeuge für den US‑Markt zwar besondere Anforderungen erfüllen müssen, aber Automacher durchaus auch in anderen Märkten Stop-Start anbieten könnten; sie tun dies bislang jedoch noch nicht zwingend.
Einige Fahrzeuge mit Stop-Start erhalten einen zusätzlichen Vorteil, weil sie wie ein sehr milder Hybrid funktionieren. Skorupski erklärt, dass VW‑Fahrzeuge mit Stop-Start rekuperative Energie zurückgewinnen und in die Batterie speichern können, um sie später zu nutzen – ähnlich wie bei einem herkömmlichen Hybrid, jedoch in deutlich kleinerem Umfang.


Sie nervt mich im Stadtverkehr, ständig geht der Motor aus und wieder an.
Ich finde die Start-Stopp-Technologie praktisch, sie spart Kraftstoff und senkt die Emissionen.