Aber in dieser Folge von CarStuff interessieren sich die Moderatoren Ben Bowlin und Scott Benjamin nicht für die kurze Antwort. Stattdessen legen sie vollen Gas ein und gehen in die ausführliche Antwort. Es geht immer noch um Motorräder, aber sie packen viel relevante Information ein, warum das so ist, und diskutieren zahlreiche Möglichkeiten, wie Motorräder sicherer werden können und sind.
Zunächst die Statistik: Pro gefahrene Meile im Jahr 2014 gab es 27‑mal mehr Todesfälle auf Motorrädern als in Autos, laut CrashStats, veröffentlicht im Juni 2016, des National Highway Traffic Safety Administration. Im Jahr 2015 ergaben sich pro 100 Millionen gefahrenen Meilen (160 Millionen Kilometer) eine tödliche Unfallrate von 0,89 für Personenkraftwagen und 25,38 für Motorradfahrer, wie aus einem Bericht von 2015 hervorgeht. Das bedeutet, dass 4.976 Motorradfahrer starben und 88.000 bei Unfällen verletzt wurden.
Also ja, Motorradfahrer betreiben eine riskantere Aktivität als Autofahrer. Und es gibt Dinge, die man nicht ändern kann, wie zum Beispiel, dass ein Auto eine Stahlkäfigstruktur ist und ein Motorrad nicht. Aber einige Faktoren können das Risiko mindern.
Nicht überraschend ist das Tragen eines Helmes das Wichtigste, was Motorradfahrer tun können, um sicher zu bleiben. Tatsächlich haben Helme allein im Jahr 2015 1.772 Leben gerettet, und weitere 740 Leben könnten gerettet worden sein, wenn der Fahrer einen Helm getragen hätte, wie CrashStats angibt. Nur 19 Bundesstaaten und der District of Columbia haben universelle Helmgesetze erlassen.
Und nicht jedes Motorrad ist gleich, wenn es um Unfallraten geht. Supersport‑Motorräder sind für Verbraucher gedacht, werden aber wie Rennmaschinen gebaut, mit viel geringerer Masse sowie beeindruckender Geschwindigkeit und Beschleunigung. Sie haben zudem eine Fahrersterblichkeitsrate, die viermal höher ist als bei Cruiser‑ oder Standardmotorrädern, wie in diesem gemeinsamen Forschungsbericht festgehalten. Sportmotorräder, die etwas weniger Beschleunigung und Handling als Supersportmodelle bieten, weisen eine Fahrersterblichkeitsrate von zweimal so hoch auf wie Cruiser oder Standardmotorräder.
Doch wie Scott und Ben in dieser CarStuff‑Folge betonen, gibt es einige clevere Lösungen, um Motorräder sicherer zu machen. Funktionen wie adaptive Scheinwerfer, die Winkel berechnen, um das Licht beim Lenken in eine Kurve nach oben oder unten zu richten, sind bereits erhältlich, und tragbare Airbags (in Jacken oder Ausrüstung) sind ebenfalls auf dem Markt.
Interessiert? Hören Sie den Podcast, um mehr zu erfahren, und sichere Reisen, egal welches Fahrzeug Sie nutzen.
In den frühen 1970er Jahren hatten die meisten Bundesstaaten universelle Helmgesetze erlassen, um den Finanzbedarf für Straßenverkehrssicherheit zu decken. Doch 1976 beschloss der Kongress, dass das US‑Verkehrsministerium keine Sanktionen mehr gegen Staaten verhängen durfte, die nicht den Helmgesetzen folgten, und als Folge schwächten viele Staaten ihre Helmgesetze erheblich.


Motorräder sind gefährlicher, weil sie weniger Schutz bieten und Unfälle oft schwerwiegender enden.
Autos verursachen mehr Unfälle insgesamt, aber bei Motorradfahrern ist das Risiko pro gefahrener Kilometer höher.