Wenn man an synchronisiertes Fahren denkt, kommen einem wahrscheinlich schicke Werbespots, Stuntfahrer und vielleicht ein wenig „Fast and Furious“-Filmzauber in den Sinn, der es Gruppen von Autos ermöglicht, scheinbar telepathisch zu harmonieren. Sehen Sie sich dazu Exponat A von BMW an:
Und das ist wahr. Synchronisiertes Fahren kann eine Form des Präzisionsfahrens sein, die einer hochgradig einstudierten (und beeindruckenden) Stunt-Einlage gleicht. Doch wie Ben Bowlin und Scott Benjamin in dieser Episode von CarStuff ausführen, könnte die Zukunft des synchronisierten Fahrens weit mehr hervorbringen als nur coole Werbespots und spannende Actionfilme.
Es gab eine Zeit, in der Automobilhersteller wie Hyundai Teams für synchronisiertes Fahren unterhielten, die darauf ausgelegt waren, die Zuschauer zu verblüffen und zu zeigen, dass selbst bescheidene Fahrzeugmodelle in den richtigen (gut koordinierten) Händen Erstaunliches leisten können. Wir sprechen hier von Fahrern, die das Fahrzeug auf zwei Rädern vertikal fahren konnten, während der Beifahrer auf der entsprechenden Seite einen Reifen wechselte (siehe 1:55 in diesem YouTube-Video). Solche Signature-Moves dienten nicht nur aufwendigen Autowerbungen; ein Team von Isuzu-Fahrern führt derzeit regelmäßig Vorführungen in ganz Australien durch.
Doch mit dem zunehmenden Bedarf an technologischen Fortschritten wie dem autonomen Fahren hat das synchronisierte Fahren eine neue Bedeutung erlangt. Das Senseable City Lab am MIT untersucht Fahrzeuge mit kommunizierenden Sensoren, die es ihnen ermöglichen könnten, sich äußerst effizient in den Verkehrsfluss zu integrieren, ohne dabei auf Ampeln oder Signale angewiesen zu sein. Indem die Fahrzeuge mit einem zentralen System und untereinander „kommunizieren“, könnten diese slotbasierten Kreuzungen ein Verkehrsmuster erzeugen, das weitaus effizienter ist als das herkömmliche „Hurry-up-and-wait“-System der Ampelsteuerung.
Ein solches System des synchronisierten Fahrens könnte weitreichende Auswirkungen haben. Man bedenke beispielsweise, dass Menschen, die nicht über die typischen Reflexe oder die Sehkraft für den herkömmlichen Straßenverkehr verfügen, möglicherweise eine eingeschränkte Fahrerlaubnis erhalten könnten, wenn Fahrzeuge in der Lage sind, über ein größeres Netzwerk autonom zu navigieren. Andererseits gibt es durchaus praktische Bedenken hinsichtlich eines Ausfalls internetbasierter Systeme. Bereits ein einziger Kommunikationsfehler bei einem der Fahrzeuge könnte extremes Chaos auslösen – ganz ähnlich wie die Szenarien, in denen die glanzvolle Vision des synchronisierten Fahrens schiefgeht.
Begleiten Sie Scott und Ben in dieser Episode des CarStuff-Podcasts, während sie über die bekanntesten Beispiele für kommerziell genutztes synchronisiertes Fahren sprechen und tiefer in die faszinierenden Möglichkeiten eintauchen, die das synchronisierte Fahren für ein einzelnes Fahrzeug oder ein ganzes Netzwerk in Ihrer Nähe bereithalten könnte.
Wenn Sie neugierig auf die Planung hinter einer Produktion für synchronisiertes Fahren sind, lesen Sie diesen Artikel, der die Planung, Ausführung und Umsetzung von BMWs „Driftmob“-Werbespot detailliert beschreibt, den wir am Anfang des Beitrags eingebettet haben.


Das sieht wirklich futuristisch aus, besonders im Stadtverkehr.
Wenn alle Autos synchron fahren, könnte das Staus reduzieren und den Spritverbrauch senken.