Wenn Sie beim nächstenMal, wenn Ihr Auto Wartung braucht, wie ein Experte klingen möchten, sagen Sie Ihrem Mechaniker nicht, dass Ihr Auto eine „Tuning‑Arbeit“ (tuneup) benötigt. Denn der Begriff „tuneup“ bezieht sich speziell auf Wartungsarbeiten, die moderne Autos im Allgemeinen nicht mehr benötigen.
Traditionelle Tuning‑Arbeiten an älteren Fahrzeugen tragen dazu bei, sie in gutem Zustand zu halten und den Kraftstoffverbrauch zu maximieren. Wenn Sie Ihr Auto warten lassen, werden die erforderlichen Einstellungen bestimmter Motorbauelemente vorgenommen. Gleichzeitig werden regelmäßig verschlissene Teile wie Zündkerzen und Kondensatoren ausgetauscht.
Die Motoren vieler neuerer Modelle verwenden diese Bauteile jedoch nicht mehr, und die heutigen Motorteile sind so ausgelegt, dass sie viel länger halten als die von früher. Deshalb ist das, was Sie bei einem neuen Auto als Tuning‑Arbeit vermuten, wahrscheinlich nicht nötig – und das liegt daran, dass Ihr Fahrzeug viel fortschrittlicher ist.
Tuning vs. Routinewartung
Tuning‑Arbeiten umfassen tatsächlich das „Tuning“, also das physische Überprüfen und Manipulieren von Motorbauteilen, die die Motorzeiteinstellung, Leerlauf und andere Funktionen für optimale Leistung regulieren. Ein Tuning erfordert ein gewisses Maß an mechanischem Geschick und das Verständnis dafür, wie ein Motor funktioniert.
Nachfolgend sind die Teile und Servicearbeiten aufgeführt, die traditionell zu einer Tuning‑Arbeit an älteren Fahrzeugen gehörten. Beachten Sie, dass diese im Allgemeinen nicht auf heutige moderne Autos zutreffen:
- Reinigung des Drosselklappengehäuses
- Reinigung oder Austausch des Vergasers (veraltet dank elektronischer Einspritzung)
- Kappe, Rotor und Zündkerzenkabel (alles ersetzt durch Zündspulenpakete)
- Kraftstofffilter (veraltet dank Rückstufungsfreier Kraftstoffsysteme)
- Timingriemen (ersetzt durch langlebigere Zahnriemen)
- Überprüfung von Sauerstoffsensoren (moderne Sensoren haben längere Lebensdauer)
- Überprüfung von Komponenten des elektronischen Steuergeräts
- Überprüfung und Einstellung von Motorzeiteinstellung und Leerlauf (beide werden jetzt elektronisch gesteuert)
- Überprüfung und Einstellung (bei Fahrzeugen mit Schaltgetriebe)
Moderne Autos benötigen die meisten dieser Handarbeit nicht. Stattdessen erfordern sie Routinewartung, die im Allgemeinen den Austausch von Flüssigkeiten und einfachen Teilen umfasst. Beachten Sie, dass die neuesten Fahrzeuge auf dem Markt oder bestimmte Fahrzeugtypen (wie Elektroautos) einige dieser Teile, etwa bestimmte Riemen und Schläuche, eliminiert haben:
- Motorenöl wechseln (häufig im eigenen Intervall)
- Getriebeöl, Bremsfluid und Lenkungsöl wechseln
- Kühlmittel ersetzen
- Riemen prüfen und bei Bedarf ersetzen (Anzahl und Typ hängen vom Alter und Typ des Fahrzeugs ab)
- Schläuche prüfen und bei Bedarf ersetzen (Anzahl und Typ hängen vom Alter und Typ des Fahrzeugs ab)
- Kabinenluftfilter ersetzen
Preisgestaltung für Routinewartung
Consumer Reports warnt, dass „ein Tuning“ von Werkstätten häufig als Aufrüstung verkauft wird oder eine Gebühr, die willkürlich zur Rechnung hinzugefügt wird, um mehr Geld zu verlangen. Anders ausgedrückt: Wenn Ihre Werkstatt oder Ihr Shop sagt, Ihr Auto benötige ein Tuning, seien Sie vorsichtig. Besonders bei Neufahrzeugen ist das der Fall. Das gesagt, verwenden manche Werkstätten und Shops dennoch diesen Begriff (siehe „Now That’s Interesting“ Seitenleiste).
Die Preisgestaltung für Routinewartung hingegen variiert völlig nach verschiedenen Faktoren. Dazu gehören alles von Ihrem Standort und dem Fahrzeugtyp (manche Autos verwenden teurere Teile) bis hin dazu, ob Sie eine Vertragswerkstatt, eine Filiale einer Kette oder eine Werkstatt eines unabhängigen Betriebs besuchen oder die Arbeiten selbst durchführen.
Der empfohlene Wartungsplan für Neufahrzeuge nimmt vieles an Vermutungen aus der Gleichung. Wenn Sie den Plan für Ihr Fahrzeug einhalten, sollten Sie in den klaren Bereich kommen, aber es gibt immer Faktoren, die dazu führen können, dass eine Flüssigkeit verunreinigt wird oder ein Teil früher als erwartet verschleißt.
Kurz gesagt: Wenn Sie ein Fahrzeug haben, das in den letzten 20 Jahren gebaut wurde, müssen Sie sich keine Sorgen um Tuning‑Arbeiten im herkömmlichen Sinne machen. Befolgen Sie einfach den im Fahrzeughandbuch angegebenen Wartungsplan und kümmern Sie sich um Probleme, wenn sie auftreten.
Wenn Sie mehr Motivation benötigen, den veralteten Begriff „Tuning“ aus Ihrem Wortschatz zu streichen, sagt Consumerist, dass bereits das Fragen nach einem Tuning bei einer Werkstatt für Neufahrzeuge signalisiert, dass Sie wahrscheinlich nicht genau wissen, worüber Sie reden. Das macht Sie zu einem einfachen Ziel für überhöhte Reparaturrechnungen.


Moderne Motoren sind so konstruiert, dass sie selten ein klassisches Tune-up benötigen; meist reicht regelmäßige Wartung.
Zwar sind Zündkerzen und Filter weniger oft zu wechseln, doch ein gelegentlicher Check der Einspritzung und Software kann sinnvoll sein.